Bilder

Kitchenguerilla – „Butter bei die Fische“ im „Garre du Neuss“

Auf Empfehlung unserer Freunde  Daniel und Conny von Gastro-LE in Leipzig  waren wir gestern bei einem Event der Kitchenguerilla in Neuss. Wir sind noch überwältigt.

Unter Dem Motto: „Butter bei die Fische“ fuhren die Hamburger Jungs in fünf Gängen nun wirklich alles auf, was zum Thema angesagt ist. Inkl. „Räuchern im Topf“ als Live-Demo und Tips zu Nachhaltigkeitsgedanken beim Kauf von Fisch und Garnelen.

Auch das „Garre Du Neuss“ eine für jedermann buchbare Veranstaltungslocation, die man in die ehemalige Güterabfertigung hinterm Neusser Hauptbahnhof gebaut hat, ist äußerst stylisch und genau das, was zu diesem Event passte. 

Wie wir später im Gespräch mit Onur Elci  erfahren sollten war es nämlich keineswegs leicht, in Düsseldorf  eine geeignete Location für die Kitchenguerilla zu finden. Alles hip, alles neu das ist nicht ihr Stil. Sie setzen auf Gegensätze, auf Autenzität. Und auf die eigene Präsenz ihrer Kochkünste und der Herzlichkeit als Gastgeber.

Nun aber zum Abend!

Wir hatten an diesem Abend keine weite Anreise. Lediglich ein paar kurze, und eine längere Straße trennten uns vom Gare du Neuss und wir erreichten das Areal rechtzeitig. Es war 18:15 Uhr und die warme August Sonne schien zumindest auf dieser Seite der Hallen noch reichlichst vom Himmel. Wir mussten uns zuerst ein wenig orientieren, die Ausschilderung war eher spärlich und erst kurz vor dem Eingang fanden wir ein Schild daß uns Gewissheit verlieh dort richtig zu sein. 

Die breite, überdachte Laderampe einer Lagerhalle direkt an den Schienen des Neusser Bahnhofs empfing uns mit einer riesigen, liebevoll gedeckten Tafel und locker drapierten Sitzgelegenheiten aus Ur-Omas Boudoir. Ein Drehorgelspieler gab im vorderen Bereich sein Bestes, die alten Stehlampen spendeten anheimelndes Licht und im Gebälk über der Laderampe hingen Kerzenleuchter. Da dieses Seite des Gebäudes schon im Schatten lag, eine sehr stimmungsvolle erste Ansicht.

Ein Mann mittleren Alters nahm uns in Empfang, klärte uns darüber auf daß Film und/oder Fotoaufnahmen gefertigt würden und daß wir uns evt. auf Facebook wiederfinden würden (aber hey, wir schreiben hier ja schließlich auch darüber 😉  ) 

Es waren schon einige Gäste anwesend, aber es gab noch fast die umfassende Platzwahl für uns. Und so liessen wir uns nach einer kurzen aber neugierigen Besichtigung der Location, und mit einem leckeren Pils (Micha) und einem Wasser (Moni) am oberen Ende der Tafel nieder. 
  

Und hier gleich der Werbeblock: 
 Dass die Firma „Pilsener urquell“ mit Robert Lobovsky (der Mann  im Bild hinten links)  einem Braumeister aus Plzen angereist war um für gute Stimmung und leckeres Bier (zum Teil aus von den TeilnehmerInnen selbst angezapften Holzfässern) zu kredenzen rundete den Abend wirklich ab. Natürlich hatte er nicht irgendein Bier mitgebracht: unfiltriertes nicht pasteurisiertes Bier aus handgefertigten Holzfässern mhhhh! Weniger Bitterstoffe, ein wenig mehr Süße, trüb und im geschmack etwas runder. Sowas kriegt man sonst nur wenn man nach Plzen reißt und in den Keller der Brauerei hinabsteigt! 

Dann sitzt du da, trinkst leckerstes Bier und dir wird schon ganz schwummrig im Magen. Denn schließlich hast du den ganzen Tag kaum was gegessen! 

Die Rettung kam mit dem „Gruss aus der Küche“ 

  

Wir waren übrigens zum ersten mal mit unserer neuen „Kleinen“ unterwegs. Die NEX 5 von Sony leistete gute Dienste und machte deutlich bessere Fotos, als wir sie vom Handy etc. kennen. Mit unseren „Großen“ kann sie natürlich nicht ganz mithalten. Auch die Idee, mittels diverser Möglichkeiten direkt aus der Kamera ins Internet zu posten stellte sich wg. Wackeligkeiten der Verbindungen als noch nicht so ausgereift dar.

Aber seht selbst.

Butter bei die Fische – die Bilder

Ein bisschen text haben wir schon zu den Bildern geschrieben. Der Rest folgt dann in den nächsten Tagen hier.

Danke auch den Tischnachbarn von Koch Dich Türkisch Orhan und seiner lieben Frau Orkide für die Fachkundige Begleitung durch den Abend. Viele leckere Details hätten wir ohne sie wohl nicht so leicht identifizieren können.

 

 

 

 

#PHLPhotowalk – ein Photowalk durch das Phantasialand

Mitte Dezember lag nach einem kurzen Plausch auf Twitter in meiner Mailbox eine Einladung. Das Phantasialand in Brühl in Person von Kai Thrun lud ein zum Photowalk – #PHLPhotowalk war der Hashtag. Kai Thrun so erfuhr ich ist Manager Digitale Kommunikation im Bereich Marketing des Phantasialand.

„Das ist eine Gelegenheit mich als Fotograf auszuprobieren“, dachte ich und nahm an.

„Aber wie geht man in einen Vergnügungspark“, fragte ich mich. „Welchen Blick sollte ich dort wagen? Was will ich sehen? Was zeigen?“ Viele Fragen!

Am Ende erinnerte ich mich, dass meine Kinder in der Vergangenheit mit Vergnügen von Ihren Besuchen im Phantasialand berichtet hatten. So entschied ich: „ich will versuchen diesen Park mit den Augen eines Kindes zu sehen“. Das ist sicher mal mehr und mal weniger gut gelungen. Aber: seht selbst – von über 600 Aufnahmen habe ich 176 so aussortiert und bearbeitet, dass ich glaube, sie Euch zeigen zu wollen.

Snack-Preise

Ein Vergnügen für arme Leute oder Empfänger von Hartz4-Geldern ist der Besuch jedenfalls nicht – es sei denn, man würde eingeladen, wie wir es waren – vielleicht eine ganz neue Marketingidee ;-).

Viele Worte zum Konzept des Parks erspare ich mir. Auch das Programm eines Photowalk zu erläutern scheint mir langweilig. Wobei, vielleicht doch so viel. Wir hatten als Teilnehmer des Photowalk zunächst mehrere Stunden zur freien Verfügung. Nach einem kurzen Briefing konnten wir ohne Aufsicht, ohne Programm und ohne Einflussnahme durch Mitarbeiter des Phantasialand unterwegs sei. Uns wurde jedoch klargemacht, dass die Mitarbeiter des Parks über unser Kommen informiert seien und wir waren, wenn wir wollten und sie offen trugen, durch Batches als Teilnehmer des #PHLPhotowalk erkennbar.

Wartezeiten an einem hektischen Tag in einem vollen Park

Es war ein hektischer Tag kurz vor Weihnachten 2014 und der Park war wirklich sehr voll. Viele Besucher machten auf mich den Eindruck, dadurch gehetzt, gereizt und entnervt zu sein.

Flammlachs

Auch an meinen Nerven zehrte die Stimmung – obwohl ich nicht versuchte eines der Fahrgeschäfte oder eine Show auf eigene Faust zu besuchen.

Später – nach einer Einladung zum Abendessen in einem der Lokale im Park, hatte Phantasialand noch ein Programm für uns vorbereitet. Führte uns durch mehrere Shows und reservierte dort jeweils die besten Plätze bzw. besondere Plätze, die es sonst so nicht gibt (z.B. die Möglichkeit zu Photos vom Dach des Parks). Das geplante Feuerwerk fand dann wg. zu starken Windes leider nicht statt. Ich habe noch nie ein Feuerwerk fotografiert und hatte mir dafür besonders viel vorgenommen. Schade! Aber die Feuerwerkerprofis handeln m.E. zu Recht nach dem Motto „better safe than sorry“.

Eine Extra-Vorstellung nur für uns, die Fotografen

Ein Kurzprogramm einer Tanzgruppe wurde sogar extra für uns aufgelegt. Die äußerst professionellen Tänzer hätten sich ohne uns bereits im Weihnachtsurlaub befunden, waren aber laut Phanatsialand-Marketing „hoch motiviert, speziell für uns Überstunden zu machen und noch einmal alles zu geben“. Und auch wir waren motiviert trotz mühsamer Lichtverhältnisse, das beste aus unseren Linsen und Sensoren herauszuholen.

Trotz mäßiger Lichtverhältnisse gelangen (wie ich finde) gute Aufnahmen

Zum Schluß ermöglichte man uns noch einen exklusiven, mehrstündigen geführten Rundgang durch den schon geschlossenen Park – ohne Besucher. Alles in allem viele Gelegenheiten und Motive den Auslöser meiner Kamera zu bedienen.

Wir waren eingeladen und wurden gut informiert und bewirtet. Den Rest müssen die Bilder sagen. Ich denke ich habe da eine klare Sprache gefunden.

Feuerkorb

Apropos Informationen: Die Frage, ob die Massen an Strom, die zum Betrieb des Parks notwendig sind aus Kohle- und Atomstrom oder aus regenerativen Energiequellen stammen, konnte man uns nicht beantworten. Dafür erfuhren wir bei einem abschließenden Cocktail in der Hotellobby, dass der Park auf einem Gelände errichtet ist, das nach Nutzung als Braunkohletagebau aus öffentlichen Mitteln renaturiert und dann an Phantasialand verkauft wurde. .

Das Tante Emma’s in Backnang zum Frühstück

Wir sind ja an manchen Wochenenden so eher die „Ich hab jetzt aber keine Lust zum Bäcker zu gehen – lass uns irgendwo! Frühstücken“-Menschen.

Wenn wir uns dann in Michas heimatlichen Gefilden um Düsseldorf herum befinden, ist die Auswahl an derlei Lokalitäten ungleich dichter als bei mir im vergleichsweise ländlich-schwäbischen Plochingen. Da an diesem Sonntag aber ohnehin Besuche bei meinem Teil der Familie anstanden, beschlossen wir nach Backnang zu fahren.

Liegt schön zentral, und die Familie gut erreichbar drumherum.

Während der Fahrt kam ich schon heftig ins Grübeln und mir fielen zwar ein paar Bäckereien ein, die Sonntags ihren Kuchen zum Kaffee verkaufen, aber kein Lokal/Café in dem es sich gemütlich und gut frühstücken lässt.

Nach einem kurzen, frustrierenden  Abstecher in eine Bäckerei in Weissach im Tal, in der wir um 10:30 Uhr leider kein Frühstück mehr sondern nur noch ein paar belegte Brötchen angeboten bekamen, zogen wir uns beratend ins Auto zurück.  Das  mobile Internet musste mal wieder zur Informationsbeschaffung herhalten, und wir beschlossen zum „Tante Emmas“ direkt nach Backnang zu fahren. Ein kleines Cafe/Bistro mitten in der Innenstadt, neben dem (neuen) Rathaus am Willy Brandt Platz und am Ufer der Murr gelegen, die sich genau dort durch Backnang hindurchschlängelt.

Parkplätze sind kein Thema, das Gelände „Am Biegel“ ist weiträumig mit einer Tiefgarage unterkellert, und auch in den umgebenden Straßen war um diese Uhrzeit noch gut zu parken. Unter der Woche ist das natürlich anders, da sich dort die Einkaufs“tempel“ drängeln.

Als wir das Tante Emmas ausfindig gemacht hatten (ich muss nämlich zu meiner Schande gestehen: als gebürtige Backnangerin war ich ich noch nie zuvor drin, geschweige denn davor 😉 ) war es sicherlich schon nach 11:00 Uhr und der nicht allzu große Gastraum bis auf zwei kleine Tische besetzt.

Wir setzten uns an einen Ecktisch. Beim durch den Raum gehen konnte ich schon sehen: es wurde ringsum noch gefrühstückt!  Die Bedienung kam prompt, während wir in der Karte,

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die zu meinem Erstaunen eher einer Broschüre gleicht, blätterten, und bei einer reichen Auswahl an verschiedenstem  Frühstück fündig wurden. Das Tante Emma’s in Backnang zum Frühstück weiterlesen