Archiv der Kategorie: vor Ort

#PHLPhotowalk – ein Photowalk durch das Phantasialand

Mitte Dezember lag nach einem kurzen Plausch auf Twitter in meiner Mailbox eine Einladung. Das Phantasialand in Brühl in Person von Kai Thrun lud ein zum Photowalk – #PHLPhotowalk war der Hashtag. Kai Thrun so erfuhr ich ist Manager Digitale Kommunikation im Bereich Marketing des Phantasialand.

„Das ist eine Gelegenheit mich als Fotograf auszuprobieren“, dachte ich und nahm an.

„Aber wie geht man in einen Vergnügungspark“, fragte ich mich. „Welchen Blick sollte ich dort wagen? Was will ich sehen? Was zeigen?“ Viele Fragen!

Am Ende erinnerte ich mich, dass meine Kinder in der Vergangenheit mit Vergnügen von Ihren Besuchen im Phantasialand berichtet hatten. So entschied ich: „ich will versuchen diesen Park mit den Augen eines Kindes zu sehen“. Das ist sicher mal mehr und mal weniger gut gelungen. Aber: seht selbst – von über 600 Aufnahmen habe ich 176 so aussortiert und bearbeitet, dass ich glaube, sie Euch zeigen zu wollen.

Snack-Preise

Ein Vergnügen für arme Leute oder Empfänger von Hartz4-Geldern ist der Besuch jedenfalls nicht – es sei denn, man würde eingeladen, wie wir es waren – vielleicht eine ganz neue Marketingidee ;-).

Viele Worte zum Konzept des Parks erspare ich mir. Auch das Programm eines Photowalk zu erläutern scheint mir langweilig. Wobei, vielleicht doch so viel. Wir hatten als Teilnehmer des Photowalk zunächst mehrere Stunden zur freien Verfügung. Nach einem kurzen Briefing konnten wir ohne Aufsicht, ohne Programm und ohne Einflussnahme durch Mitarbeiter des Phantasialand unterwegs sei. Uns wurde jedoch klargemacht, dass die Mitarbeiter des Parks über unser Kommen informiert seien und wir waren, wenn wir wollten und sie offen trugen, durch Batches als Teilnehmer des #PHLPhotowalk erkennbar.

Wartezeiten an einem hektischen Tag in einem vollen Park

Es war ein hektischer Tag kurz vor Weihnachten 2014 und der Park war wirklich sehr voll. Viele Besucher machten auf mich den Eindruck, dadurch gehetzt, gereizt und entnervt zu sein.

Flammlachs

Auch an meinen Nerven zehrte die Stimmung – obwohl ich nicht versuchte eines der Fahrgeschäfte oder eine Show auf eigene Faust zu besuchen.

Später – nach einer Einladung zum Abendessen in einem der Lokale im Park, hatte Phantasialand noch ein Programm für uns vorbereitet. Führte uns durch mehrere Shows und reservierte dort jeweils die besten Plätze bzw. besondere Plätze, die es sonst so nicht gibt (z.B. die Möglichkeit zu Photos vom Dach des Parks). Das geplante Feuerwerk fand dann wg. zu starken Windes leider nicht statt. Ich habe noch nie ein Feuerwerk fotografiert und hatte mir dafür besonders viel vorgenommen. Schade! Aber die Feuerwerkerprofis handeln m.E. zu Recht nach dem Motto „better safe than sorry“.

Eine Extra-Vorstellung nur für uns, die Fotografen

Ein Kurzprogramm einer Tanzgruppe wurde sogar extra für uns aufgelegt. Die äußerst professionellen Tänzer hätten sich ohne uns bereits im Weihnachtsurlaub befunden, waren aber laut Phanatsialand-Marketing „hoch motiviert, speziell für uns Überstunden zu machen und noch einmal alles zu geben“. Und auch wir waren motiviert trotz mühsamer Lichtverhältnisse, das beste aus unseren Linsen und Sensoren herauszuholen.

Trotz mäßiger Lichtverhältnisse gelangen (wie ich finde) gute Aufnahmen

Zum Schluß ermöglichte man uns noch einen exklusiven, mehrstündigen geführten Rundgang durch den schon geschlossenen Park – ohne Besucher. Alles in allem viele Gelegenheiten und Motive den Auslöser meiner Kamera zu bedienen.

Wir waren eingeladen und wurden gut informiert und bewirtet. Den Rest müssen die Bilder sagen. Ich denke ich habe da eine klare Sprache gefunden.

Feuerkorb

Apropos Informationen: Die Frage, ob die Massen an Strom, die zum Betrieb des Parks notwendig sind aus Kohle- und Atomstrom oder aus regenerativen Energiequellen stammen, konnte man uns nicht beantworten. Dafür erfuhren wir bei einem abschließenden Cocktail in der Hotellobby, dass der Park auf einem Gelände errichtet ist, das nach Nutzung als Braunkohletagebau aus öffentlichen Mitteln renaturiert und dann an Phantasialand verkauft wurde. .

Gabriele Pagels HIP – Leipzig

HIP ist ein „Highly Individual Place“, so die Definition seiner Erfinderin Gabriele Pagels. Für uns ist eine persönlich gehostete, private Unterkunft die logische Konsequenz für unseren aktuellen Aufenthalt in Leipzig. Mit dem Hotel, das wir für unseren Aufenthalt im August ausgewählt hatten, waren wir ja ziemlich auf dem Bauch gelandet.

Im HIP der Frau Pagels hingegen ist alles anders. Alles nicht nur gut

So wird man im HIP in Empfang genommen
So wird man im HIP in Empfang genommen

sondern besser, als wir es in einem Hotel vorfinden würden oder je vorgefudnen haben – soviel sei vorweggenommen. Schon das erste Versprechen: „Sie werden hier vor der Haustür immer einen Parkplatz finden wird am Abend unserer Anreise eingehalten. Auch bei jeder der folgenden Gelegenheiten, ob wir tagsüber zurückkommen oder spät in der Nacht: nie laufen wir mehr als ein paar Meter bis zur Haustür. Auch die Werbeaussage: Fitnesstudio 2 min von hier stimmt zu 100%, wenn man langsam geht 😉 sonst dauert es höchstens 1 min.

Wir sind also angekommen und fahren mit dem Aufzug ins vierte OG, wie Frau Pagels uns an der Türsprechanlage aufgefordert hat. Dort steigen wir zum letzten Mal während unseres Aufenthaltes auf der Flurseite aus dem Aufzug. Denn als nächstes werden wir einen Haustürschlüssel erhalten, der es uns auch ermöglicht, mit dem Aufzug direkt ins HIP zu fahren.

Schwenk Flur, Küche und Esszimmer

Kaum sind wir durch die Tür, gehen uns schon die Augen über.  Gabriele Pagels HIP – Leipzig weiterlesen

von West nach Ost

Wenn wir reisen hören wir gerne Musik. Unser Musikexperte ist – wie könnte jemals jemand Anderes denken, natürlich Moni. Sie kennt oft Bands, die dort wo sie herkommen sehr bekannt sind. Gleichzeitig erreichen diese Bands – trotz ihrer musikalischen Qualität – oft nicht die Reichweite, die wir ihnen wünschen würden. Ich selbst bin dann ganz oft überrascht, was wir für tolle Musik hören und wie wenig ich davon kenne. Aber wem ist das bei den Links von Moni, die sie ja reichlich twittert nicht ständig so gegangen?

 


Die Fotos aus dem Video auf Flickr zum herunterladen

 

Da dieses Blog durch unser beider Hobby nun nicht zuletz ein Fotoblog ist, suchen wir ständig nach Möglichkeiten, Euch diese Fotos so ansprechend wie möglich zu präsentieren. von West nach Ost weiterlesen

Hype-zig?

Viele glauben, Leipzig habe das Zeug Berlin als die In-Metropole oder „Szene-Metropole“ abzulösen? Hype-zig lautet der nur allzu eingängige Marketingschrei. Wir waren am letzten Wochenende dort. Der Eventname, der uns anlockte: „Gothic meets Classic“. Über dieses, nun im dritten Jahr hintereinander stattfindende Event möchte ich später berichten. Wem der Name des Events noch nicht Ansporn genug ist, das Schlagwort Hype-zig ernst zu nehmen, dem seien erst einmal ein paar Eindrücke von unserem Sonntagsspaziergang geschildert und wie anderorts versprochen fotografisch dokumentiert.

alte Spinnerei Leipzig Lindenau - Die ehemals größte Baumwoll-Spinnerei Zentraleuropas

Alte Spinnerei Leipzig Lindenau – Die ehemals größte Baumwollspinnerei Zentral-Europas.

Unsere Leipziger Freunde Daniel und Conny schlugen uns vor, uns mit Ihnen, ihrer Freundin Jacky und unserer gemeinsamen Freundin @Lady_Darkness69 an der „alten Spinnerei“ in Leipzig-Lindenau zu treffen. Schon 1907 war dies  die größte Baumwollspinnerei Zentral-Europas.Sie beschäftigte bis 1989 fast 4.000 Menschen.

Kartenausschnit von Openstreetmap.org
alte Spinnerei Leipzig und Karl-Heine-Kanal

Natürlich wird hier, wie auch in Krefeld, Mönchengladbach und Backnang längst kein Garn mehr gesponnen. Diese Arbeitsplätze wurden hier wie auch anderswo zu Gunsten kurzfristiger Betriebswirtschaftlicher Erfolge und zum Schaden der Volkswirtschaft nach Übersee verlagert. Dafür hat sich heute in den ehemaligen Räumen der Spinnerei eine äußerst lebendige Atelier-, Kunst- und Kulturszene angesiedelt. Hype-zig? weiterlesen