Bauern Cafe – Düsseldorf Hamm

Atmosphäre im Bauerncafe
Atmosphäre im Bauerncafe

Wir gehen hier gerne zum Frühstück mit Rührei, Schwarzbrot, Schinken, Käse Latte, Macchiato und frisch gepresstem O-Saft. Aber auch äußerst leckeren, selbst gebackenen Kuchen zum Nachmittagskaffee oder Quiche und Gerichte für ein kleines Dinner finden wir hier. Für 2 Personen mit je 2 Kaffee und o.g. mussten wir keine 30 Euro (1,39 ANh) bezahlen. Das ist mindestens preiswert würden wir sagen wollen.

Unserer Meinung nach ist das Bauerncafe mit seiner Lage an einer beliebten Radroute am Rhein einer der kleinen Geheimtipps in Düsseldorf. Hier sind alle Gerichte frisch und von Hand zubereitet. Drinnen sitzen, wenn es im Frühjahr noch nicht oder im Herbst nicht mehr so warm ist, oder draußen, wenn im Sommer „de Sonn schön sching und es Wedder isset wärm“

 

Im Gegensatz zu den Bars und Cafes direkt am Rhein ist der kleine Schlenker, von max 100m, den man fürs Bauerncafe einplanen muss (und der sowieso nicht ausbleibt, weil man direkt am Rhein entlang mit dem Fahrrad nicht darf) zudem einer, der einem an weniger warmen Tagen ein bisschen die kalte Zugluft am Rhein erspart.

Durch den schlechten mobilen Internet-Empfang, den die Telekom ausschließlich und genau an genau dieser einen Stelle im Hamm scheinbar eingeplant hat erspart man sich im Bauerncafe all die Yuppies und sonstigen Wichtigtuer, die ständig auf ihre Handies starren und darauf herumtippen. (Ok, wenige Jahre nach dem erste Erscheinen einer frühen Version dieses Beitrages auf Qype, hat sich das wohl erledigt. Vodafone strahlt hier mit vollem LTE rein und selbst die Telekom, die Düsseldorf als Vodafone-Heimspiel-Terrain offenbar aufgegeben hat, kriegt an einigen Stellen des Bauerncafe nicht nur Edge sondern 3G hin. Auch wir als Blogger wissen inzwischen diesen Vorteil zu schätzen 😉

 

So lecker kanns dann hier im Bauerncafe auf dem Tisch schonmal aussehen
So lecker kanns dann hier im Bauerncafe auf dem Tisch schonmal aussehen

Aber noch einmal zurück zum Essen und den Getränken. Die Wirtsfamile Schwiertz bereitet fast alles selbst zu und das merkt man. Das Gemüse für die Quiche stammt aus Schwiertz‘ eigenem Garten. Der Kuchen wird täglich frisch gebacken. Rührei pro Portion frisch zubereitet, sobald es bestellt wird und O-Saft je Glas frisch gepresst, sobald ihr einen ordert. Diese Qualität erleben wir – leider – sonst in fast keinem anderen Restaurant. Klar kriegt ihr hier auch ne Cola, wenns sein muss. Aber die würde ich lieber einige hundert Meter weiter bei MCD bestellen, als mir hier den Geschmack damit zu verderben.

Pfirsichschmand oder wie nennt sich diese Süßigkeit?

 

Der Knaller aber ist der Kaffee. Wir waren uns schon beim ersten Mal sicher. Einen Kaffee wie hier hatten wir noch nirgendwo getrunken. Vor allem weil unser Eindruck war, das Stöffchen, das man hier vorgesetzt bekommt geht nicht so auf die Pumpe und treibt nicht so, wie andere Kaffees.

 

Nach vielem geduldigen Nachfragen hatten wir Herrn Schwiertz, den Wirt so weit bequatscht, dass er uns das „Geheimnis“ seines Kaffees verraten hat.

 

Es ist eben kein Kaffee wie von den großen Röstereien. Bei denen wird nach seiner Aussage bei 600-700 Grad in wenigen Minuten geröstet . Diese Kaffees sind, so erzählte er uns, meist nur zu 90% ausgeröstet. Die restliche Feuchtigkeit im Kaffee nähmen Tschibo, Eduscho und wie sei alle heißen gerne in Kauf. Schließlich kaufen wir alle unseren Kaffee nach Abfüllgewicht (Pfund). Wasser in nicht vollständig ausgerösteten Bohnen wird eben mitgewogen und von uns Verbrauchern mit bezahlt. Dabei dürften 10% Feuchtigkeit weit mehr als 10% des Gewichtes des gerösteten Kaffees ausmachen.

 

Die Kaffeeröstmaschine bei bonaaroma
Die Kaffeeröstmaschine bei bonaaroma

Der Kaffee fürs Bauerncafe hingegen wird bei maximal 200 Grad für viel längere Zeit (einige Stunden) geröstet. So ist der Kaffee dann schließlich weitgehend ausgeröstet. Vor allem aber hat er viel von seiner Säure verloren. Das alles macht Ulricke Seidemann eine Verfahrenstechnikerin und Kaffee-Sommeliere. Sie hat sich das Kaffeerösten zum Hobby gemacht. Frau Seidemann hat in Neuss 2010 einen kleinen Laden eben bonaaroma eröffnet. Herr Schwiertz verrät uns sogar die Adresse. Frau Seidemann, so wird versprochen, kann uns in allen Fragen guten Kaffees beraten.

 

Diese Geschichte hat einen Fortsetzung. Aber die wird erst am 21.11.2014 verraten. Bis dahin ist „Sperrfrist“ – versprochen.

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