Tapas im Cafe Madrid in Leipzig

Sechs Stunden Fahrt aus Deutschlands Westen bis hier. Dann der warmherzige Empfang unserer Gastgeberin mit Champagner. Jetzt muss dringend eine Kleinigkeit zum Essen her. Weit laufen wollen wir aus Leipzigs „Zentrum Ost“ auch nicht mehr. Einer der persönlichen Tipps unserer Gastgeberin führt uns daher ins Cafe Madrid in Leipzig. Ein leichtes Abendessen mit Tapas ist unser Wunsch. Um es kurz zu machen und vorwegzunehmen: er wurde zu 100% erfüllt.

Im Cafe Madrid angekommen wurden wir ohne Umstände freundlich begrüßt und umgehend im hinteren, kleineren und gemütlichen teil des Restaurant platziert. Auf unsere persönlichen Wünsche bzgl. der Platzierung wurde dabei ohne Umschweife sofort eingegangen. Das Cafe Madrid ist insgesamt viel größer, als es von außen scheint. Der große Raum schien uns dabei doch ein wenig zugig und kalt. Da wir beide gerade dabei waren von einer Erkältung zu genesen, war uns der gut geheizte hintere Raum daher sehr recht. Die Atmosphäre ist südländisch, also eher ein Raumkonzept, das auf den ersten Eindruck offen und laut daherkommt. Eine Unterhaltung am Tisch bleibt aber in diesem Stimmengewirr gewohnt vertraulich und privat.

Wir hatten jetzt ausreichend Zeit uns auf der umfangreichen Speisekarte auszusuchen was wir wollten und dann wurde unsere Bestellung freundlich entgegengenommen. Einmal andalusische Tapas  und einmal Tapas con Queso dazu Knoblauchhähnchen.

Wir verließen uns also im wesentlichen nicht auf eine eigene Zusammenstellung. Um ein Haus kennen zu lernen, schaue ich mir lieber an, was die Küche so zusammenstellt, wenn sie ihr Programm abspulen darf. (Hier die archivierte Speisekarte zum Zeitpunkt unseres Besuches)

Tapas Andalusisch im Cafe Madrid in Leipzig
Andalusische Tapas  im Cafe Madrid in Leipzig

Die andalusischen Tapas kamen mit zwei verschiedenen Sorten Schinken, vier Sorten luftgetrockneter Salami, getrockneten Tomaten, Oliven in grün und schwarz mit Knoblauchzehen dazwischen, Manchego-Käseecken, Ziegenkäse, Schafskäse, Aiolicreme und gerösteten Peperoni.

Das Knoblauchhähnchen kommt in einer leckeren Soße, die sehr schön knofig ist, leider ist am Fleisch selbst wenig davon zu schmecken, so dass man es schon mit Soße bedecken muss, um es als Knoblauchhähnchen zu essen. Dann aber ist es sehr lecker und mundet fantastisch.

Tapas con Quesa im Cafe Madrid Leipzig
Tapas con Queso im Cafe Madrid Leipzig

Die Tapas con Queso, natürlich mit Manchego-Käseecken, Ziegen- und Schafskäse, Kanarische Kartoffeln mit zwei verschiedenen Soßen (Moyo), gebackenem Käse, Aiolicreme und und und. Insgesamt eine Zusammenstellung, die uns mehr als nur sättigte und in Summe sicher überfordert hätte, wenn wir sie ganz aufgegessen hätten.

Spanischer Mandelkuchen von Schöller direct
Spanischer Mandelkuchen

Haben wir nicht. Denn ein wenig Appetit haben wir uns noch für den Nachtisch aufgehoben. Der schon bekannte spanische Mandelkuchen musste dran glauben (wenn auch ohne die Sahne, die auf der Karte dazu angeboten wird) und natürlich „Mango Lassie„, das ist Naturjoghurt mit pürierter Mango.

Bei den Getränken wollten wir heute auf Wein verzichten – schließlich hatten wir beide schon mehr als nur ein Gläschen des leckeren Champagner von Frau Pagels intus. Stattdessen bestellten wir zwei Pfefferminztee mit frischer Minze (sooo lecker) und zwei Rhabarberschorle. Dazu gegen den Durst eine Flasche Wasser ohne Kohlensäure. Insgesamt waren wir so am Ende gut gesättigt und nach zwei äußerst gemütlichen Stunden mit sehr feinem Essen inkl. 10%-tigem Bedienungsaufschlag noch keine 80 Euro (3,71 ANh) los – also für ein Lokal in bester Innenstadtlage doch eher die gemäßigte Preisstufe.

Einziger kleiner Verbesserungsvorschlag: Die Zeit zwischen Bestellung und erstem Servieren (nur der Getränke wohlgemerkt), kam uns ein wenig zu lang vor. Das wurde ja auf anderen Plattformen schon von anderen Gästen moniert. Evtl. sollte die Geschäftsleitung darauf mit organisatorischen Maßnahmen (mehr Personal) reagieren. Wenn man nicht wie wir mit der Vorstellung „Open End“ und viel Zeit hier her kommt, sondern noch etwas vor hat, nach dem Besuch im Cafe Madrid, kann dieses südländische „com si com sa“ Deutsche Gäste u.U. abschrecken. Dazu kommt: Getränke, die schneller serviert werden, sind schneller ausgetrunken und die Gäste ordern mehr nach. Ein schnellerer Service liegt hier also durchaus auch im wirtschaftlichen Interesse des Wirtes.  Und vielleicht das: der kostenlose Brotkorb enthielt sehr viel Weißbrot (ca. die Hälfte) wir mögen da ja lieber die dunklen Brotsorten.

Fazit: Wir sind sehr zufrieden, haben uns für den Tipp bedankt und würden gerne wiederkommen. Wobei: für einen „schnellen Snack“ wäre man hier sicher falsch. Also bringt bitte Zeit und den Wunsch nach einem gemütlichen Abend an diesem Ort mit, wenn Ihr unserem Tipp folgen wollt.

2 Kommentare zu „Tapas im Cafe Madrid in Leipzig“

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