Trattoria Pane e Vino Da Nonna Lucia – Backnang

Ein Lokal, das es im positivsten Sinne des Wortes „in sich“ hat. Von außen eher unscheinbar mit einem Schild, das eher eine Kneipe vermuten lässt, wird beim Betreten schnell klar: „hier sind wir richtig!“

Es gibt hier keine Speisekarte. Stattdessen trägt der Wirt selbst vor, welche Vorspeisen und Hauptgerichte die Küche heute FRISCH zubereitet hat. Unsere Wahl fiel auf „Antipasti della casa“ und verschiedene Nudelgerichte. Alles war ausnahmslos lecker und wirklich frische, gehobene Küche. Ich esse gerne scharf und auch dafür hat die Küche ihre kleinen Hilfsmittel. Selbstgemachtes Chilli-Olivenöl wird in einem kleinen Fläschchen serviert und vor dem Schärfegrad gewarnt.

Aufgrund der „logistischen Situation“ (wir mussten noch fahren) haben wir das zweite Highlight im Namen, den Wein leider nicht gekostet. Sicher ein Highlight, das uns entgangen ist.

Fazit: Mitten in der kulinarischen schwäbischen Einöde hätte ich ein solches Kleiod nicht erwartet und bin umso positiver überrascht.

Es ist wie immer: kaum hat man eine 5-Sterne Bewertung abgeschlossen und abgeschickt, kommt noch ein dickes Ende hinterher. Nicht dass Kaffee oder Grappa nicht auch superlecker gewesen wären. Beides war absolut untadelig und wie wir am Nebentisch beobachten konnten auch die Dolci. Alleine die Auswahl verschiedener Grappa-Sorten ist erwähnenswert und die Kenntnis des Wirtes über deren geschmackliche Eigenarten äußerst lobenswert.

———– Einschub———–

Dass man nicht „mit Karte“ zahlen kann, wäre dann normalerweise nur einen ärgerlichen Hinweis am Rande wert gewesen. Dass aber der Hausherr selbst die Kartenzahlung mit dem unmöglichen Spruch „nur Bares ist Wahres“ ablehnt zeigt m.E. einen bedenklichen Mangel an Respekt vor Kundenwünschen. Ein „leider nein“ hätte es vielleicht auch getan (zumal in D ja auch die Zahlung mit eine Kredit- bzw. EC-Karte rein rechtlich als BAR-Zahlung gilt).

Zumindest aber sollte ein Wirt sich nicht ganz so weit aus dem Fenster lehnen, wenn er statt der von den Finanzbehörden obligatorisch geforderten Rechnung aus der Registrierkasse lediglich einen handgeschriebenen Zettel mit dem Rechnungsbetrag überreicht und dazu oben stehenden Spruch zum Besten gibt. „Geldwäsche“ ist ein Verdacht den ich in einem solchen Augenblick nur ungern unausgesprochen lasse – auch hier habe ich es nicht verschwiegen.


Dabei ist eine Rechnung für 3 Personen mit jeweils Vorspeise, Hauptgericht, 2 Getränken, Kaffee und Grappa mit 74,60 EUR nun wirklich nicht überteuert zu nennen.

jacked S

jacked S

Das ist jetzt wirklich schade. Da hatten wir diesen jungen Mann („Andreas Babo“ nannte er sich auf Facebook), der fragte angesichts dieses Bildes: „Wo bitte ist das noch Kunst?“

Zuerst hatte ich gehofft einen gefunden zu haben, der nach Beuys einen völlig neuen Zugang zur Kunst gefunden zu haben glaubte. Einen Zugang, der trotz Beuys Auffassung von einem „erweiterten Kunstbegriff“ und der Folgen die Frage: „Wo bitte ist das noch Kunst?“, in einen sinnvollen Kontext stellen könnte. Einen, der mit dieser Frage intellektuelle Herausforderung durch Provokation suchte.

Leider entpuppte er sich im weiteren Verlauf des Gespräches nur als ein ungebildeter Cretin. Das ist schade. Hätte er auch nur ein Nach-Beuys’sches Argument für den Sinn seiner Frage gebracht, hätte ich ihm ein Remis angeboten. Zum Beispiel auf Basis des Picasso-Zitates von 1926

„Sie erwarten von mir, dass ich Ihnen sage, dass ich Ihnen definiere: Was ist Kunst? Wenn ich es wüsste, würde ich es für mich behalten.“

Aber, wie es für dieses Medium üblich ist, glaubt zwar jeder eine Frage stellen zu können, die Antwort hingegen, sich bereits durch die Frage als Dumpfbacke entlarvt zu haben, ertragen die wenigsten. So löschte auch der Junge, der die Frage auf Facebook stellte, seine Einlassung inzwischen wieder. Er ertrug es offenbar nicht, sich selbst vorgeführt zu haben.

Ich bin nach meinem Selbstverständnis kein Künstler. Ich bin Fotograf.

Dennoch würde ich gerne dem, der speziell diese Bild für profan hält folgendes Gedankenexperiment anbieten.

  1. Suchen Sie sich ein Model, eines das die Pose dieses Bildes tatsächlich (rein körperlich) beherrscht.

1.a (Für hartgesottene folgende Nebenbedingung: Für dieses Bild hatten wir ein Model, das zum ersten Mal vor einer Kamera stand.)

  1. Sagen Sie Ihrem Model Sie wollen mit ihm bei uns im Studio auf TfP-Basis shooten.
  2. Kommen Sie mit Ihrem Model zu uns.

  3. Wir stellen Ihnen alles. Eine Stunde Studiozeit, Licht, Hintergründe, Kamera (wenn sie keine eigene haben) und zur Entwicklung einen Rechner mit Lightroom und Photoshop.

  4. Dann zeigen Sie, dass Sie dieses Bild mit Ihrem Model und Ihren Möglichkeiten nachstellen können.

Das war dann zwar kein kreativer Akt, den sie da vollbrachten. Es war dann das bloße Nachempfinden einer bereits bestehenden Fotografie. Aber wenigstens handwerklich haben Sie und Ihr Model dann das geleistet, was für dieses Bild handwerklich geleistet werden musste.

Auf die Frage: „Wo bitte ist das noch Kunst“ antworten wir dann vielleicht gemeinsam:

„Es ist Handwerk. Fotografie. Lichtmalerei“.

Kitchenguerilla – „Butter bei die Fische“ im „Garre du Neuss“

Auf Empfehlung unserer Freunde  Daniel und Conny von Gastro-LE in Leipzig  waren wir gestern bei einem Event der Kitchenguerilla in Neuss. Wir sind noch überwältigt.

Unter Dem Motto: „Butter bei die Fische“ fuhren die Hamburger Jungs in fünf Gängen nun wirklich alles auf, was zum Thema angesagt ist. Inkl. „Räuchern im Topf“ als Live-Demo und Tips zu Nachhaltigkeitsgedanken beim Kauf von Fisch und Garnelen.

Auch das „Garre Du Neuss“ eine für jedermann buchbare Veranstaltungslocation, die man in die ehemalige Güterabfertigung hinterm Neusser Hauptbahnhof gebaut hat, ist äußerst stylisch und genau das, was zu diesem Event passte. 

Wie wir später im Gespräch mit Onur Elci  erfahren sollten war es nämlich keineswegs leicht, in Düsseldorf  eine geeignete Location für die Kitchenguerilla zu finden. Alles hip, alles neu das ist nicht ihr Stil. Sie setzen auf Gegensätze, auf Autenzität. Und auf die eigene Präsenz ihrer Kochkünste und der Herzlichkeit als Gastgeber.

Nun aber zum Abend!

Wir hatten an diesem Abend keine weite Anreise. Lediglich ein paar kurze, und eine längere Straße trennten uns vom Gare du Neuss und wir erreichten das Areal rechtzeitig. Es war 18:15 Uhr und die warme August Sonne schien zumindest auf dieser Seite der Hallen noch reichlichst vom Himmel. Wir mussten uns zuerst ein wenig orientieren, die Ausschilderung war eher spärlich und erst kurz vor dem Eingang fanden wir ein Schild daß uns Gewissheit verlieh dort richtig zu sein. 

Die breite, überdachte Laderampe einer Lagerhalle direkt an den Schienen des Neusser Bahnhofs empfing uns mit einer riesigen, liebevoll gedeckten Tafel und locker drapierten Sitzgelegenheiten aus Ur-Omas Boudoir. Ein Drehorgelspieler gab im vorderen Bereich sein Bestes, die alten Stehlampen spendeten anheimelndes Licht und im Gebälk über der Laderampe hingen Kerzenleuchter. Da dieses Seite des Gebäudes schon im Schatten lag, eine sehr stimmungsvolle erste Ansicht.

Ein Mann mittleren Alters nahm uns in Empfang, klärte uns darüber auf daß Film und/oder Fotoaufnahmen gefertigt würden und daß wir uns evt. auf Facebook wiederfinden würden (aber hey, wir schreiben hier ja schließlich auch darüber😉  ) 

Es waren schon einige Gäste anwesend, aber es gab noch fast die umfassende Platzwahl für uns. Und so liessen wir uns nach einer kurzen aber neugierigen Besichtigung der Location, und mit einem leckeren Pils (Micha) und einem Wasser (Moni) am oberen Ende der Tafel nieder. 
  

Und hier gleich der Werbeblock: 
 Dass die Firma „Pilsener urquell“ mit Robert Lobovsky (der Mann  im Bild hinten links)  einem Braumeister aus Plzen angereist war um für gute Stimmung und leckeres Bier (zum Teil aus von den TeilnehmerInnen selbst angezapften Holzfässern) zu kredenzen rundete den Abend wirklich ab. Natürlich hatte er nicht irgendein Bier mitgebracht: unfiltriertes nicht pasteurisiertes Bier aus handgefertigten Holzfässern mhhhh! Weniger Bitterstoffe, ein wenig mehr Süße, trüb und im geschmack etwas runder. Sowas kriegt man sonst nur wenn man nach Plzen reißt und in den Keller der Brauerei hinabsteigt! 

Dann sitzt du da, trinkst leckerstes Bier und dir wird schon ganz schwummrig im Magen. Denn schließlich hast du den ganzen Tag kaum was gegessen! 

Die Rettung kam mit dem „Gruss aus der Küche“ 

  

Wir waren übrigens zum ersten mal mit unserer neuen „Kleinen“ unterwegs. Die NEX 5 von Sony leistete gute Dienste und machte deutlich bessere Fotos, als wir sie vom Handy etc. kennen. Mit unseren „Großen“ kann sie natürlich nicht ganz mithalten. Auch die Idee, mittels diverser Möglichkeiten direkt aus der Kamera ins Internet zu posten stellte sich wg. Wackeligkeiten der Verbindungen als noch nicht so ausgereift dar.

Aber seht selbst.

Butter bei die Fische – die Bilder

Ein bisschen text haben wir schon zu den Bildern geschrieben. Der Rest folgt dann in den nächsten Tagen hier.

Danke auch den Tischnachbarn von Koch Dich Türkisch Orhan und seiner lieben Frau Orkide für die Fachkundige Begleitung durch den Abend. Viele leckere Details hätten wir ohne sie wohl nicht so leicht identifizieren können.

 

 

 

 

Die subjektive Objektivität unserer Augenblicke

bspaethblogcom

Bernd Späths Geschichten aus dem Coaching und anderes. http://www.amazon.de/Bernd-Sp%C3%A4th/e/B001K20OSK/ref=sr_ntt_srch_lnk_1?qid=145

Queer durchs Leben [⚧ॐ♡]

Mein Weg zurück in ein glückliches Leben. Inhalt auf schnurrstem Niveau!

Der Erdrandbewohner

Inhaber einer Siegerurkunde der Bundesjugendspiele 1985

JournalistinBS

Ein kritischer Blick auf Politik, Gesellschaft und Co.

milch_honig

Prosaminiaturen

butterblumenland

Familienleben mit Autismus

weltsichtig

asperger und darüber hinaus

Meg

... wenn Worte meine Sprache wären ...

katikuerschmeckert

Rants! Rants für alle!

Ein Parteibuch

Noch ein Parteibuch

Zeitenhund

Im krummen Raum, die Zeit biegend.

Schreib laune - Autorin mit Verlag Fantasy & more

"Schreiben macht Laune" by Susanne O'Connell

Primamuslima

by Mervy Kay

altonabloggt

Themen rund um und aus Altona und Hamburg

sunshinedot's Blog

A great WordPress.com site

Hardlife

Diese WordPress.com-Seite ist das i-Tüpfelchen

%d Bloggern gefällt das: